Heirate mir!

Die Braut und ihr Totengräber

BRD 1999, 35mm, 1:1,85, Farbe, 103 Minuten

Genre:Skurrile Liebeskomödie
Regie:Douglas Wolfsperger
Drehbuch:Klaus Gietinger, Douglas Wolfsperger
Kamera:C.-F. Koschnick
Ausstattung:Barbara Becker
Musik:Hans-Jürgen Buchner / Haindling
Schnitt:Corina Dietz
Produzent:Daniel Zuta Filmproduktion, Seven Pictures (ProSieben)
Darsteller:Ulrich Noethen, Verona Feldbusch, Ingrid van Bergen, Roswitha Schreiner, sowie Michael Schiller, Walo Lüönd, Jean-Francois Perrier, Andreas Kunze, Axel Neumann u.v.a.
Förderung:Drehbuchförderung der Filmstiftung NRW, Projekt-Vorbereitungsförderung der MFG Stuttgart, Projekt-Förderung der MFG, Stuttgart, der FFA sowie FFF (Bayern)
Verleih:Wilder Süden Filmverleih, Berlin
Kinostart:
18.05.2001
parallel dazu die TV-Premiere auf Pro 7: 19.05.2000
(zweitbeste Jahresquote eines Spielfilms)

Das Eheanbahnungsunternehmen „Steig ein“ unternimmt wöchentliche Busfahrten nach Polen, um dort deutsche Männer mit polnischen Frauen zu verkuppeln. Auch der schüchterne Totengräber Eugen macht sich eines Tages auf Anraten seines Freundes Fritz auf die Reise ins Nachbarland und lernt dort prompt die fesche Goschka kennen, die ihr Land Hals über Kopf verlassen muss. Im Streit ist ihr Mann tödlich verunglückt und nun sucht die Polizei nach ihr.

Eugen ist froh, endlich jemanden gefunden zu haben und nimmt Goschka hoch erfreut mit nach Hause an den Bodensee. Regine, seine leicht tyrannische Mutter, mit der er in symbiotischer Beziehung lebt, ist weniger glücklich mit dieser neuen Situation, muss sie ihren Sohn doch nun mit einer fremden Frau teilen, die zu allem Überfluss auch noch aus Polen stammt. Als im Krematorium ein Kollege grausam ums Leben kommt – seine Kehle wurde ihm durch- und sein Penis abgeschnitten – nimmt Interpol die Ermittlungen auf.

Zwei weitere grausame Morde können nicht verhindert werden. Goschka gerät ins Visier der Polizei und so hat sie nichts dagegen, als Fritz ihr einen Job in der benachbarten Schweiz vermittelt. Sie soll in einer Bar als Sängerin auftreten, so glaubt sie, erkennt aber fast zu spät, dass sie als Prostituierte arbeiten soll. Wieder zurück bei ihrem Eugen, findet auch schon die Hochzeit statt, auf der ein weiterer bestialischer Mord geschieht. Traudl, Ehefrau von Fritz, ist die Serienmörderin, die jedoch mit dem ermittelnden Kommissar gemeinsame Sache macht und so ungestraft davonkommt. Eugen und Goschka verlieben sich nach der Hochzeit ineinander und machen gemeinsam ein neuartiges Bestattungsunternehmen auf.

Festivals

Biberacher Filmfestspiele 2000
Max-Ophüls-Festival, Saarbrücken 2001

Pressestimmen

Der Regisseur hat rund fünf Jahre Arbeit in einen Film investiert, der alles mitbringt, was einen potentiellen Kult-Klassiker und Wolfspergers Handschrift ausmacht: Eine schräge Geschichte, skurrile Gestalten, Liebe zum Detail und manch gotteslästerliche Bosheit. Vor allem ist es ihm gelungen, Verona Feldbusch zu bändigen. Die darstellerische Autodidaktin trägt den Film fast mühelos; und wann immer sie an schauspielerische Grenzen stößt, sorgt das großzügige Dekolleté für die Balance. (Film und TV Kameramann, Tilmann P. Gangloff)

Douglas Wolfsperger inszenierte ein komödiantisches Feuerwerk. Ein intelligentes Drehbuch mit pointierten Gags und das perfekte Timing der Akteure macht „Heirate mir!“ zu einer gelungenen Zwerchfell-Attacke. (TV 14)

Wolfspergers neuster Bubenstreich ist eine wüste Mischung aus Heimatfilm-Trash, Erotik-Komödie, schrägem Krimi und sentimentaler Lovestory. (Badische Zeitung)

…geistlos…geschmacklos…menschenverachtend. (Stuttgarter Nachrichten)

Makaber, mit Bemerkungen über die „polnische Pissnelke“ politisch nicht korrekt und trotzdem sehr erheiternd. (Berliner Zeitung)

Skurril-grausame Wunderwelt. In ihrer ersten Hauptrolle irrt Verona Feldbusch als polizeilich gesuchte Polin durch ein deutsches Grusel-Ländle. (TV-Spielfilm)

Über weite Strecken geradezu abstoßend. (Schwäbische Zeitung)

Grotesk makabere Vorkommnisse in einer Leichenentsorgungsfirma am Bodensee. (Ponkie, AZ)

Mit viel Liebe zum Detail erzählt. Figuren wie aus dem Fellini-Fundus. (Frankfurter Rundschau)

Wer eher die konventionelle Komödienkost zu genießen pflegt, sollte gewarnt sein, wenn der Namen dieses Regisseurs auftaucht. (Südkurier)

So etwas gehört einfach ins Kino. (Wochenblatt)

Kultverdächtig! (BILD)

Downloads

Drehberichte (PDF – 32 KB)
FSK-Entscheid (PDF – 812 KB)
Film-Plakat (ZIP – 1 MB)