Probefahrt ins Paradies

BRD/CH 1992, 35mm, 1:1,85, Farbe, ab 12 J., 85 Minuten

 

Kann denn Liebe Sünde sein? Oder stecken in katholischen Priestertalaren doch echte Männer? Wenn ja, wohin mit ihnen? Bei dem jungen Pfarrer Strobel (Axel Milberg) stellt sich die Frage nicht. Ist doch seine Freundin (Barbara Auer, endlich neben einem ebenbürtigen Partner) im neunten Monat schwanger und verlangt von ihm das Outing. Zu dem Zweck hat sie sich in einem Bus mit Marienfanatikern geschmuggelt, den Strobel mit biblischem Zuspruch nach Lourdes begleiten soll.

Das allein wäre Zündstoff genug. Aber da gibt es noch den seligen Zerberus in Gestalt einer Nonne (Christiane Hörbiger), eine religiöse Exhibitionistin, einen renitenten Busfahrer, eine mysteriöse alte Lady (Inge von Ambesser) und jede Menge frommes Fußvolk.

Douglas Wolfsperger treibt seine betende Bagage zu einem entlarvenden Versteckspiel aus lustvoller Lüge und artiger Askese. Am Ende dieses skurrilen Horrortrips, nach reichlich himmlischer Andacht und höllischem Gezeter strandet die Mannschaft in einer grauen Steinwüste. Dort, weit weg von der heiligen Bernadette, geschehen Zeichen und Wunder.
GenreSatire
RegieDouglas Wolfsperger
DrehbuchDouglas Wolfsperger, Klaus Gietinger
MitarbeitTobias Engelsing, Luisa De Martin
SchnittCorina Dietz
KameraJörg Schmidt-Reitwein
MusikJürgen Knieper
KostümBea Gossmann
ProduzentenCalypso Film, Köln; Douglas Wolfsperger Filmproduktion, Konstanz
Co-ProduzentenBernard Lang AG, Schweizer Fernsehen DRS, Teleclub AG
DarstellerBarbara Auer, Christiane Hörbiger, Axel Milberg, Mathias Gnädinger, sowie Kristina Walter, Inge von Ambesser, Karin Nennemann, Klaus Händl, Heinke Hartmann, Miriam Maertens, Hubert Münster, Helmut Fassnacht, Richard Gandor, Lorose Keller, Marion Mathoi, Karin Moser u.a.
DrehorteÜberlingen / Meersburg / Konstanz / Kreuzlingen und Umgebung
FörderungenFilmstiftung NRW
BRD/CH 1992, 35mm, 1:1,85, Farbe, ab 12 J., 85 Minuten

 

Kann denn Liebe Sünde sein? Oder stecken in katholischen Priestertalaren doch echte Männer? Wenn ja, wohin mit ihnen? Bei dem jungen Pfarrer Strobel (Axel Milberg) stellt sich die Frage nicht. Ist doch seine Freundin (Barbara Auer, endlich neben einem ebenbürtigen Partner) im neunten Monat schwanger und verlangt von ihm das Outing. Zu dem Zweck hat sie sich in einem Bus mit Marienfanatikern geschmuggelt, den Strobel mit biblischem Zuspruch nach Lourdes begleiten soll.
Das allein wäre Zündstoff genug. Aber da gibt es noch den seligen Zerberus in Gestalt einer Nonne (Christiane Hörbiger), eine religiöse Exhibitionistin, einen renitenten Busfahrer, eine mysteriöse alte Lady (Inge von Ambesser) und jede Menge frommes Fußvolk.

Douglas Wolfsperger treibt seine betende Bagage zu einem entlarvenden Versteckspiel aus lustvoller Lüge und artiger Askese. Am Ende dieses skurrilen Horrortrips, nach reichlich himmlischer Andacht und höllischem Gezeter strandet die Mannschaft in einer grauen Steinwüste. Dort, weit weg von der heiligen Bernadette, geschehen Zeichen und Wunder.

Regie: Douglas Wolfsperger
Drehbuch: Douglas Wolfsperger, Klaus Gietinger
Mitarbeit: Tobias Engelsing, Luisa De Martin
Schnitt: Corina Dietz
Kamera: Jörg Schmidt-Reitwein
Musik: Jürgen Knieper
Kostüm: Bea Gossmann
Produzenten: Calypso Film, Köln; Douglas Wolfsperger Filmproduktion, Konstanz
Co-Produzenten: Bernard Lang AG, Schweizer Fernsehen DRS, Teleclub AG
Darsteller: Barbara Auer, Christiane Hörbiger, Axel Milberg, Mathias Gnädinger, sowie Kristina Walter, Inge von Ambesser, Karin Nennemann, Klaus Händl, Heinke Hartmann, Miriam Maertens, Hubert Münster, Helmut Fassnacht, Richard Gandor, Lorose Keller, Marion Mathoi, Karin Moser u.a.
Drehorte: Überlingen / Meersburg / Konstanz / Kreuzlingen und Umgebung
Förderung: Filmstiftung NRW

Uraufführung:

Infos folgen …

Weitere Festivals:

  • Internationale Hofer Filmtage 1992
  • Biberacher Filmfestspiele 1992
  • Kinofest Lünen 1993
  • filmfest Braunschweig 1993
  • Max-Ophüls-Festival, Saarbrücken 1993
  • Filmfest Emden 1993
  • Filmfest Schwerin 1993
  • Alpinale, Bludenz 1993
  • Internationales Komödienfestival Vevey 1993

 

 

Auszeichnungen:

  • Goldene Filmspule des Kommunalen Kinos „d’Linse“, Weingarten
  • Alpinale-Publikumspreis in Österreich

Kinostart:

  • 22.04.1993

Die DVD zum Film ist erhältlich zum Preis von € 19,90
(incl. Versand) unter dvd@douglas-wolfsperger.de

Pressestimmen

“ Wer seinen Glauben an die unbefleckte Empfängnis nicht verlieren will, dem sei von der „Probefahrt ins Paradies“ dringend abgeraten. „
– FRANKFURTER RUNDSCHAU –
“ Wolfsperger ist eine der besten deutschen Komödien der vergangenen Jahre gelungen. „
– FISCHER FILMALMANACH 1994 –
“ Religiöser Horror-Comic zu Ehren der Triebe: Ein skurriler kleiner Satansbratenfilm. „
– PONKIE / AZ MÜNCHEN –
“ Voller skurriler Typen und realitätsnaher, kirchenkritischer Pointen. „
– CINEMA –
“ Ein Feuerwerk an Witz, Ironie und schwarzem Humor. „
– KAMERAMANN –
“ Ein Glücksfall für den deutschen Film. „
– SPIRITA – Zeitschrift für Religionswissenschaft –
“ Das Road-Movie hat jene unterhaltsame Kraft, wie sie einander aufessenden Gesellschaften hinter verschlossenen Türen eigen ist. „
– SÜDDEUTSCHE ZEITUNG –
“ Eine bizarre Mischung aus Road-Movie und Kammerspiel, schwarzer Komödie und katholischem Trauerspiel. „
– SÜDWESTRUNDFUNK –
“ Temporeich, dialogstark, mit schönen Bildern, brillanten Akteuren und starken Details gelingt ihm eine kurzweilig subversive Komödie. „
– DIETER OSWALD -diverse Stadt-Magazine –
“ Der Film wird dem Regisseur nicht nur viele neue Freunde, sondern – als ein Werk des Teufels! – ohne Zweifel auch eine Menge Feinde verschaffen. „
– SÜDKURIER –
“ Betrachtet man die Grundstruktur von Douglas Wolfspergers drittem Spielfilm, so erkennt man die Züge einer Allegorie. In dieser Lesart ist der Film als Versuch eines Kommentars zur Situation der Kirche zu sehen. Das traditionelle Symbol des Schiffes ist durch den Reisebus ersetzt: die Kirche ist ein „Touristik-Unternehmen“ mit unklarem Ziel geworden. Der Bus ist halb Panzerwagen, halb fahrender Sarg, die Fenster sind mit Vorhängen verhangen, der Blick auf die Realität draußen ist beeinträchtigt. Gesteuert werden die Gläubigen von den Trieben, die der Busfahrer Freddie symbolisch verkörpert. Mit Droh- und Verzichts-Predigten und dem mechanischen Einpauken von Dogmen versucht Schwester Ursula, die Triebe zu kontrollieren. Zwischen Trieb und Dogma steht der liberale, aber ängstlich um seine berufliche Position besorgte junge Pfarrer, aus dessen Verbindung mit der kirchenkritischen Theresa – die als eine neue Maria interpretiert wird – ein Kind hervorgeht, das ein neuer Hoffnungsträger sein könnte, wenn man die Versammlung der Pilger um die junge Familie als Grundstein zu einer neuen Gemeindebildung sieht. „
– KATHOLISCHER FILMDIENST –

“ Douglas Wolfsperger ließ 1992 mit seiner Wallfahrts-Satire „Probefahrt ins Paradies“ den Humor-Standard der bundesdeutschen Filmkomödie so weit hinter sich, dass das Publikum ihm (noch) nicht folgen konnte oder wollte. Vielleicht hat er sich deshalb weitgehend auf den Dokumentarfilm verlegt und u.a. mit der liebevollen Hommage an ein Wiener Kino und seine Besucher („Bellaria- so lange wir leben“) das ausschließlich alte deutsche Unterhaltungsfilme zeigt, viele internationale Preise eingeheimst. „

– ROLF-RÜDIGER HAMACHER / CHOICES Jan. 2006 –

Presse Artikel

Der Priester, seine Geliebte, ihr Kind und der See
Südkurier, 1992-6-6

Eifrige Polizisten, verschwundene Komparsen
Südkurier, 1992-6-27

Bald wieder eine Verbrennung in Konstanz
Südkurier, 1992-7-1
Was weiss man schon von Pfarrern
Südkurier, 1992-7-3

Endspurt für die Probefahrt ins Paradies
Südkurier, 1992-10-14

Der Premierentermin für die Probefahrt steht fest
Südkurier, 1993-1-15
Eifrige Polizisten, verschwundene Komparsen und der Zorn des Internatsschülers von Tilmann P. Gangloff

Probefahrt_3a

Soundtracks

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Bonusmaterial

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